Lage, Geschichte und Kultur
Kalt befindet sich auf rund 200 m über Normalhöhennull (NHN) und erstreckt sich über eine Fläche von ca. 5,36 km².
Die Gemeinde gehört zum Landkreis Mayen-Koblenz und zur Verbandsgemeinde Maifeld.
Kalt liegt zwischen Münstermaifeld im Westen und der Mosel im Osten. Zu Kalt zählen auch die umliegenden Wohnplätze bzw. Höfe Emmelshof, Windhäuserhof, Beckershof und Heidgermühle.
Die Umgebung ist von Waldflächen und dem Kalter Bach mit seinen Zuläufen geprägt, die dem Ortsbild eine naturnahe Atmosphäre verleihen.
Die Nähe zur Mosel bietet reizvolle Ausblicke und gute Erreichbarkeit von Natur- und Erholungsräumen. Mit der Burg Eltz, dem Laacher See und vielen weiteren Sehenswürdigkeiten und Naherholungsplätzen in der näheren Umgebung liegt Kalt in einer attraktiven Region.
Im Distrikt Sandwiese hat man bei Kalt mehrfach vor- und frühgeschichtliche Funde gemacht (ältere Eisenzeit und römische Baureste). Kalt wird zuerst im Urbar der Reichsabtei St. Maximin Trier (2. Hälfte 12. Jahrhundert) erwähnt. In Kalt waren im Mittelalter verschiedene weitere Klöster oder Stifte begütert: Florinsstift, Koblenz; das Deutschherrenhaus, Kloster Laach und das Stift Münstermaifeld. Die heutige Markus-Kirche ist die Erweiterung (1923) einer auf alten Fundamenten errichteten Kapelle von 1772. Den Dreißigjährigen Krieg, so vermerkt die Ortschronik, überlebten von 103 Einwohnern nur sechs. Ein alter religiöser Brauch ist die Kalter Dutze-Bilchens-Prozession an Christi Himmelfahrt, die seit 1678 besteht. Wegen eines vergessenen Gelübdes sollen damals die Pocken ausgebrochen sein und besonders unter den Kindern des Dorfes gewütet haben.